Immer wieder finden sich unter den Seminarangeboten – sowohl für Männer als auch für Jungs – Workshops mit dem Schlagwort “männliche Initiation”.

Bezug genommen wird dabei auf “frühere” oder “archaische”  Kulturen, in denen es “noch klar war, wann der Junge zum Mann geworden” ist.

Was dabei offenbar nicht gesehen wird, ist: auch bei den heutigen Initiationsritualen geht es manchmal noch um die Überwindung der Angst vor Schmerz. Genau das kann aber auch als gewaltsame Desensibilisierung gesehen werden, denn:

Dann ist ein Junge oder Mann wieder ein Mensch, der Gewalt erträglich findet, weil er ja gelernt hat, seine Gefühle zu verleugnen.

Übrigens finden sich solche Seminare gerne im kirchlichen Umfeld – und das ist kein Zufall: denn natürlich haben Kirchen, die Frauen weniger Rechte einräumen in der heutigen Zeit einen Erklärungsbedarf, warum sie das tun:

Zu finden sind solche Erklärungen hier wiederum in speziellen Ritualen – und darin hat die Kirche ja eine lange Tradition.

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